Nachlese Konferenz 2014

Am 16. und 17. Mai 2014 fand die erste zweitägige In-Stability-Konferenz zu aktuellen Themen von Change Management und Organisationsentwicklung statt. Neben Impulsen aus unserer Projektarbeit und hochkarätigem Input aus der Praxis von Profit- und Non-Profit-Organisationen wurde in verschiedenen Workshops zu spannenden Inhalten gearbeitet.
Ziel war es, für alle Teilnehmer Veränderung ein Stück konkreter und fassbarer zu machen und dafür zu sorgen, dass jeder etwas für seinen Führungs- und Arbeitsalltag mitnehmen konnte.

Hintergrund

Durch vielfältigste Studien belegt und in der Praxis bewiesen ist schon seit Jahrzehnten bekannt, dass es selten gelingt, Projekte in Zeit und in Budget mit den gewünschten Ergebnissen abzuliefern. Und das dies in der Regel nicht an inhaltlichen Fragestellungen oder fachlicher Kompetenz liegt, sondern an der Fähigkeit der Menschen und damit der Organisation, mit Veränderung umzugehen. Mittlerweile wird der Führung von Organisationen, egal welcher Größe oder auch welcher Inhaberstruktur, immer bewusster, dass diese Weisheit nicht nur auf der operativen Ebene gilt sondern sich ebenso in der Frage der langfristigen wirtschaftlichen Zielerreichung widerspiegelt. Wie weit das Veränderungsvermögen einer Organisation ausgeprägt ist oder eben nicht ist maßgeblich determiniert durch die gelebte Führungs- und Unternehmenskultur.

In einer Turn-around Situation, in umfassenden Restrukturierungen, in massiven Wachstumsprozessen oder auch Merger-Situationen ist dieser Fakt mittlerweile schon bewusster geworden. Und er gilt genauso auch bei der "normalen" aber nicht weniger signifikanten langfristigen strategischen Ausrichtung. Die kulturelle Dynamik einer Organisation – ebenso wie die innerpsychische Dynamik des Menschen – hat die Tendenz, die eigene Sicht auf sich, andere und die Welt immer wieder neu zu bestätigen. Um mit diesen "Scheuklappen" ausgestattet Veränderungsnotwendigkeiten zu ignorieren.

Und noch viel mehr, auf unbewusster Ebene Selbstsabotagemechanismen zu etablieren, die genau den Zielen entgegenzuwirken, die man zu erreichen sucht. Was bleibt ist beim Individuum die Frustration, wenn es sich immer wieder auf eine Weise verhält, die es nicht möchte. Bei der Organisation die Verwunderung, Irritation bis zur Bestürzung, dass es bei allen eingesetzten Mitteln, gutem Willen und "gesundem Menschenverstand" nicht gelingt, in angemessener Art und Weise mit Veränderungen voranzukommen.

In unserer Arbeit setzen wir uns sehr intensiv mit der Interdependenz von wirtschaftlichen Ziele und kulturellen Einstellungs- und Verhaltensmustern auseinander. Kulturelle Veränderung ist kein Selbstzweck, sondern der Schlüssel, um äußeren Veränderungsnotwendigkeiten adäquat zu begegnen und das Veränderungsvermögen der eigenen Organisation an diesen Herausforderungen wachsen zu lassen.