Nachlese zum BeziehungsRaumEreignis 2017

„Vom ICH zum WIR: Warum wir ein neues Menschenbild brauchen“

Dieser Frage nach einem neuen Menschenbild haben wir uns im letzten BeziehungsRaumEreignis erneut auf vielfältige Weise genähert. Neben Impulsvorträgen zu grundlegenden Facetten des Themas gab es erstmals auch Kurz-Workshops, die mithilfe von Musik, Fotografie, Malerei, Geschichten und von Bewegung sensitiv-erfahrungsorientierte Zugänge zum Thema erschlossen. Der Veranstaltungsort „Helmkehof“ bot den rund 70 Teilnehmern beste Voraussetzungen dafür, sich ganz individuell eigene Schwerpunkte zu wählen und dabei in Kontakt und Beziehung zu gehen.

Ein Highlight der Veranstaltung war ein sehr persönlicher Beitrag von Werner Michael
Bahlsen, der uns Einblicke in einen ungewöhnlichen Prozess von Organisationsentwicklung gewährte.

Im Folgenden finden Sie Präsentationen und Impressionen der Veranstaltung.

 

  • Begrüßung und Auftakt: Warum wir ein neues Menschenbild brauchen
    (Michael Korpiun und Martin Thiele)

    Mit ihrem Einstiegsvortrag eröffneten Michael Korpiun und Martin Thiele das breite Spektrum des Veranstaltungsthemas. 

  • Auf ungewisses Terrain begaben sich die Teilnehmer, die den Einladungen in die anschließenden Kurz-Workshops folgten. 

    Kurz-Workshops:

    • Ein künstlerisch-gestaltender Zugang zum Thema  (Andrea Bloch) 
    • Storytelling – erzählend eigene Erfahrungen austauschen  (Marion Lecour) 
    • Körper- und Bewegungserfahrungen ( Claudia Engler/Moving Bones) 
    • Mensch und Foto (Martin Mirbizaval/Wolfgang Rohr) 
    • Das Gedächtnis des Körpers (Susanne Korpiun) 
    • Intuitive Musikalität (Stefan Korpiun) 

    Auch das Thema Storytelling bot einen spannenden Bezug zum BREThema. Lesen Sie hier einen kurzen Bericht aus der Gruppe…

  • Impulsthema 1: Relationale Identität

    Was uns als Menschen besonders und einzigartig macht. Eine praktische und theoretische Spurensuche (Susanne & Michael Korpiun)

    Anhand einer ganz persönlichen Geschichte, die Susanne Korpiun uns über ihre „weise Freundin Dagmar“ erzählte, entwickelten die beiden Referenten Facetten relationaler Identität. Spannend waren die aktiven Übungen zum Thema, die wir gleich während des Vortrags in kleinen Gruppen durchführen konnten. 

  • Impulsthema 2: Genese von Relationalität

    Die Genese von Relationalität aus psychologischer und sozialer Perspektive

    Galeriewalk: Beziehungs-Bilder einer Ausstellung (Andrea Bloch, Doro & Friedhelm Falkenreck)

    Wie entwickeln wir von Kindheit an unseren Zugang und unsere Beziehung zu anderen Menschen und in welcher Weise findet dies seinen Ausdruck? Finden Sie Antworten und Fotos in der anregenden Präsentation zum Nachlesen…

  • Impulsthema 3: Die Relevanz der Beziehungsgestaltung für die Entwicklung von Organisationen

    Intro: Martin Thiele
    Keynote Werner Michael Bahlsen: 

    Ein Fallbeispiel: Beziehungsorientierte Organisationsentwicklung bei Bahlsen

    Die Geschichte, die zu erzählen war, beschrieb einen substanziellen Wandel der Bahlsen-Organisationskultur. … 

    Vertiefend bestand die Gelegenheit, mit Mitarbeitern von Bahlsen und In Stability Mitarbeitern, die den Prozess aktiv begleitet haben, in den Austausch zu gehen.

    Workshop-Zeit und Austausch:

    • Andrea Bloch: der Familienprozess
    • Michael Korpiun: der Prozess mit der Geschäftsführung
    • Katja Wischnewski: der Strategieentwicklungsprozess 
    • Christian Bahlmann: Kommunikation & Events  
    • Christina Lücking: Pionierarbeit Kultur Team WOW  
    • Marianne Neuendorff: Umsetzung in der Holding
    • Carola Prenißl & Friederike Ravens: Umsetzung in einer BU/im Werk 

  • Auch in den Pausen gab es reichlich Austausch, Aktionen und Vergnügliches …

  • Impulsthema 4: Digitalisierung und Beschleunigung und ihre Bedeutung für Beziehungsgestaltung
    Antje Lawa, Marion Lecour, Wolfgang Rohr

    Diese beiden gesellschaftlichen Phänomene einmal unter dem Blickwinkel der Beziehungsgestaltung zu untersuchen, stellte einen konkreten Bezug zu aktuellen Aspekten unseres Alltagserlebens her. Gleichzeitig wurde deutlich, dass beide Themen so ergiebig sind, dass uns diese Themen sicher noch weiter beschäftigen werden. Erste Zugänge zum Thema Beschleunigung und Relationalität zeigt die nachfolgende Präsentation auf…

  • Zum Thema Digitalisierung hat uns Wolfgang Rohr anhand praktischer Beispiele interessante Anregungen vermitteln können. Hier eine kurze Zusammenfassung der wesentlichen Inhalte seines Beitrags:

    Als Abschluss dieser Sequenz waren die Teilnehmer eingeladen, sich gruppenweise mit einer der nachfolgenden Thesen auseinanderzusetzen:

  • Workshop-Thesen-Zeit:

    These 1:  Autonomie ist der Schlüssel zur Entschleunigung!
    These 2:  Beschleunigung ist ein Beziehungskiller!
    These 3:  Digitalisierung führt zur Bereicherung von Beziehungen!
    These 4:  Die digitale Kommunikation ist eine Distanzwaffe!
    These 5:  Digitaler Beziehungsraum – Breite statt Tiefe!
    These 6:  Digitale Kommunikation: alter Wein in neuen Schläuchen!

 

Für diejenigen, die für sich die Themen des BeziehungsRaumEreignisses gern weiter vertiefen möchten, hier unsere Literaturempfehlungen: